Samstag, 31. Januar 2015

Streetart und eiserner Wille

Eine wundersame Kreatur fiel mir ins Auge, als ich heute in der Stadt unterwegs war.
Es könnte eine halb mechanische Kreuzung aus Hund und Bär sein, die dort an der Fensterfront eines Szenecafés eine Erleuchtung erlebt. Oder sie vielleicht eher hervorwürgt? Um die meist abgestumpften, gestressten Passantan dran teilhaben zu lassen? Man weiß es nicht.
Geschaffen wurde dieses Werk vom Streetartkünstler EinsA, der im Ruhrgebiet aktiv ist. Und scheinbar auch mit Jugendlichen zusammen Projekte durchführt.












Dieser (Un-)Wetterschnappschuss entstand vorgestern, als wir eisern trotz Matschverhältnissen mit Schleppleine unterwegs waren und in einen ordentlichen Hagelschauer gerieten. Wer selbst schon mithilfe einer solchen Leine trainiert hat wird eine Ahnung haben, wie kältestarr und dreckig die Hände danach sein können.
Aber: "Alles für den Dackel, alles für den Club!", nicht wahr? ;-)


Ein hoffentlich schneereiches, möglichst unmatschiges Wochenende euch,

Mara und Abra

Donnerstag, 29. Januar 2015

Ein Massaker in Neapelgelb - die Kreativität eines Junghundes

Es gibt Tage, die so ganz anders verlaufen, als man es idealerweise gerne hätte.
Wenn ein eigentlich kurzer Zahnarztbesuch am Morgen dank extra Wartezeit und verspätetem Zug zu einer vierstündigen Aktion wird. Und wenn der Chef plötzlich erkrankt und am Nachmittag dringendst eine Vertretung fürs Büro braucht. Wenn dann auch noch zu guter Letzt der Freund ebenfalls länger arbeiten muss als sonst, dann verbringen Alle ihre Zeit irgendwo außerhalb des Hauses.

Alle bis auf den Hund.

Dieses arme Tier musste sich gestern das erste Mal damit abfinden, dass ich mittags nur für einen Spaziergang und ein Mittagessen zuhause war, um dann sofort wieder loszudüsen.
Das Alleinebleiben haben wir in kleinen Schritten langsam trainiert. Inzwischen bleibt Abra entspannt im Notfall bis zu vier, fünf Stunden zuhause, wenn es sein muss. Ohne zu jaulen oder zu bellen. Ohne etwas kaputtzumachen (sofern Schuhe und Wäschekorb unnerreichbar sind zumindest). Ohne in die Wohnung zu machen und ohne den auf dem Boden stehenden, offenen Futtersack anzurühren. Glücklicherweise ist das in unserem zeitlich flexiblen Studentenhaushalt nur selten der Fall, meist ist einer von uns zuhause.
Gestern war dann aber zuviel des Guten. Trotz der möglichst interessant gestalteten Mittagsrunde mit Suchspielen und einem knifflig gefüllten Kong zum Abschied hat sie sich in meiner zweiten Abwesenheit dann einfach selbst Beschäftigung gesucht. Und da Hund und Herrchen sich ja bekanntlich ähneln, wollte sie malen - logisch!


Auch das Telefon hat sie sich vom Schreibtisch gemopst. Vielleicht wollte sie ja anrufen, um zu fragen, wo ich so lange bleibe, wusste aber die Handynummer nicht...?




Nein, es gab keinen Ärger, den hätte sie im Nachhinein ohnehin nicht zuordnen können. Außerdem hatte ich ja durchaus Verständnis für ihre Langeweile, nur den richtigen Umgang mit den guten Stiften müsste sie definitiv noch üben. So habe ich das Stiftmassaker fotografisch festgehalten, die teils wirklich arg mitgenommenen Zeichenutensilien nachgezählt um sicherzugehen, dass der Hund nicht zu allem Überfluss eins davon quer im Magen stecken hat und dann aufgeräumt. Und natürlich den Künstlernachwuchs begrüßt, der einen ausgelassenen Freudentanz vollführte. Soviele Stunden herumliegen und dösen ist halt nichts für einen einjährigen Hund, der lieber die Welt erobern möchte, als zu schlafen.

Wie hund den Kong nicht benutzen sollte.

Was haben eure so angestellt, als sie jung waren? Sind auch Künstler darunter?

Sonntag, 25. Januar 2015

Scharlachrot - der Rosenkavalier ist fertig

Die Zeichnung von dem Kater namens Lukas ist nun endlich fertig.
Es ist ein Erinnerungsstück an den leider bereits verstorbenen Katzenherrn und die Bildgestaltung von der Kundin gewünscht dramatisch.






Scharlachrot für die Rosenblüten.



Kater Lukas, Buntstift auf Papier, DIN A3


Völlig ungerührt von der Dramatik roter Rosen und der Sentimentalität, die in dem Bild steckt, verschläft Abra seine Fertigstellung. Zwischendurch immer mal wieder im Schlaf grunzend. Vermutlich träumt sie von dem letzten Spaziergang. Von Wettrennen und Tobereien mit ihrem besten Kumpel, vom schneebedeckten Feld, auf dem sie sich aufgrund der ungewohnten Glätte ordentlich auf die Nase gelegt hat und von dem bevorstehenden Abendbrot.







Samstag, 24. Januar 2015

Ein Pirat - arr!

Gezeichnet - aber diesmal nicht von mir, sondern von der interaktiven Seite Cartoonize my Pet.
Wenn man nicht gerade etwas mit der Comicversion des eigenen Hundes bedrucken lassen möchte, fällt es wohl in die Kategorie Internetquatsch. Prima dazu geeignet um auf amüsante Weise etwas Zeit zu vertrödeln, in der man eigentlich zum Beispiel für die Uni lernen sollte.



Komplett unkupiert!

Aufgrund der wiederholten "Oh, ist das ein Dackel?"- und den oft folgenden "Ein Dobermann! Aber die sehen doch sonst anders aus, ist der denn reinrassig?"-Fragen habe ich irgendwann die ideale Antwort auf alle blöden Kommentare bezüglich der Abstammung meines Hundes entwickelt:
"Das ist ein Mix aus Kobold und Pirat.".
So.
Glaubt es oder nicht, aber es sind schon Leute mit einem derartig nachdenklichen Gesichtsausdruck weitergegangen, dass ich ihnen zugetraut hätte, dass sie zuhause erstmal nach diesen ihnen bis dato unbekannten Rassen gegooglet haben.


Abras wahre Natur. Arr!

Belustigte Grüße,
Mara
(die die notorische Fragerei nach Reinrassigkeit und Stammbaum albern findet, solange es sich nicht gerade um ein Tier für die Zucht handelt)

und Abra
(die tatsächlich eine Menge mit Kobolden und Piraten gemeinsam hat und sich zu ihrem nächsten Geburtstag einen Papagei wünscht)

P.S.: Danke an Newspinscher für den Link zu der Seite!

Donnerstag, 22. Januar 2015

Mittwoch, 21. Januar 2015

Geburtstagskind

Und tatsächlich, wirklich und wahrhaftig widme ich dem lieben Hundetier einen Blogeintrag zum ersten Geburtstag.
Das Label "Bilderflut" erlangt hiermit eine neue Daseinsberechtigung - soviele Fotos gab es bisher in noch keinem Post. Aber es mag doch schließlich jeder vernünftige Mensch Welpenfotos, davon kann es ja gar nicht genug geben. ;-)


Noch bei der Mutter, den zehn Geschwistern und dem Züchter, das wuselige, verfressene Tier. Obwohl diese kleinen Monster mit zwei Wochen ja quasi immer schlafen, war Abra ständig auf Abenteuertour.
Auf dem Schoß liegen und kuscheln? - Nix is'! Stillhalten für Fotos? - Was soll der Scheiß, sollen das doch meine Schwestern machen!


Zuhause.
Und immer wieder die Frage: "Ach wie süß, ist das ein Dackel?"


Aus dem Welpenalter heraus, das Dackelchen, frech und genauso hibbelig wie mit zwei Wochen. Aber die Puste reicht länger. Der Hund besteht nur noch aus Beinen die schwer zu koordinieren sind, sind sie schließlich jeden Tag anders lang.


Eigentlich müsste man ihrer Mutter Hruby einen großen Markknochen schenken dafür, dass sie sich acht Wochen (die zwei Monate davor nichtmal mitgerechnet) mit den elf nervigen Blagen herumgeschlagen hat. Sie hat uns bei jedem Besuch begeistert empfangen, trotz mütterlichem Fulltimejob. Uns beim ersten Mal beschnuppert, geprüft und für gut genug für ihre Tochter befunden.
Auch dem Rest der Mannschaft alles Gute!


Abra: "Einen Blogeintrag? Ich habe Geburtstag und bekomme einen Blogeintrag?! Wo ist der Kong, den ich letztens auspacken durfte?! Oder wenigstens etwas zu essen..."

Montag, 19. Januar 2015

Wer schön sein will...

...muss nicht zwangsläufig leiden, er kann das Ganze auch entspannt angehen:

Zufrieden mit sich, der Welt und ihrer Schlammpfütze.







Diese Beiden haben es nicht so mit Schönheitsbehandlungen und bestreiten lieber Showkämpfe:






"Ich bin doch wohl auch so schön, oder etwa nicht?"

Und noch einige betrachtenswerte Stücke Landschaft:





Besonders stolz war ich auf das regenbogenbunte Blatt, dass ich im Acker entdeckt habe. Gezeigt werden muss es aber auch aus dem Grund, dass der Preis für dieses Foto ein regenbogenbunter Daumen war. Entzückt über meine Entdeckung hockte ich auf dem Boden und wollte es fotografieren, als zwei tobende, rüpelhafte Junghunde mich in ihrer Freude übereinander einfach mal ordentlich anrempelten und mir dabei gegen die Hand traten. Da darf dieses Bild auf keinen Fall auf dem PC verstauben.


Samstag, 17. Januar 2015

Anubis - oder warum das Internet nicht zur Geheimniskrämerei taugt

In einem vorigen Beitrag berichtete ich bereits von dem Schäferhund, an dem ich da gerade arbeitete. Anubis, in der unmittelbaren Nachbarschaft Abras bester Kumpel, Rauf- und Saufkumpan, sollte als gezeichnete Version eine Geburtstagsüberraschung für seinen Besitzer werden.

 

Doof nur, wenn dieser unerwarteterweise ab und an auf diesem Blog vorbeischaut und davon schon wusste, bevor es so weit war. Tja, da bin ich selbst Schuld. Das Internet ist halt nicht der richtige Ort, um Geheimnisse zu bewahren.



Zwischenschritt


Der dichte Plüschpelz war nicht ganz einfach zu malen, ich sollte häufiger langhaarige Hunde zeichnen. Dazu mangelt es mir jedoch an Anschauungsobjekten.



Schäferhund Anubis, Buntstift auf Papier, DIN A4

Huhu T., falls du mitliest noch einmal alles Gute zum Geburtstag! Dieses Mal war ich klüger und habe den Beitrag erst hochgeladen, nachdem du das Geschenk erhalten hast. ;-)

Dienstag, 13. Januar 2015

Erster Farbwildwuchs

Etwas Farbe gegen den Matschwetterblues hat sich auf der Fensterbank breitgemacht:



Rosa Hyazinthe.


Weiße Hyazinthe.

Und nicht nur auf der Fensterbank, auch in freier Wildbahn findet sich Farbe! Hier ein wildes Violett und Gelb, zu einem Krokus gehörend. Im Gegensatz zu den oberen Tönen sind diese beiden nicht domestiziert und werden wohl bei der nächsten Kältewelle einen grausamen Tod sterben.

Krokus. Mitte Januar.

 Ein wenig verwundert war ich ja schon, als ich die Frühlingsblümchen entdeckt habe. Hatten wir doch schließlich gerade erst Weihnachten...
Sieht es außerhalb des Ruhrgebietes auch bereits vereinzelt bunt aus?

Montag, 12. Januar 2015

Grau in grau

So langsam dürfte ruhig mal wieder für einen Tag die Sonne scheinen. Oder zumindest der Regen könnte nachlassen, damit Schuhe und Hundeklamotten wenigstens ansatzweise trocknen können.

Bevor wir Moos ansetzen, begebe ich mich lieber an den Schreibtisch und mache mich an den ersten Auftrag im neuen Jahr: einen Kater. Die Besitzerin ist sich noch nicht schlüssig, was die Größe des Bildes und das Material angeht. Nichtmal bei dem Motiv ist sie sicher, weshalb ich von diversen teils schummerigen Handyfotos nun eine Auswahl skizziere um die Entscheidung zu erleichtern.
Katzen zeichne ich selten, meist habe ich Hunde oder Pferde auf dem Papier.



Gute Neuigkeiten - wir konnten gestern auf dem Rückweg vom Hundeplatz einen Knut ausfindig machen. Und ja, der war spannend! 

Noch kein Moos, aber Matsch im Fell: Abra nach intensiver Knutstudie.


Samstag, 10. Januar 2015

Draußen stürmt es, drinnen plüscht es.

Sturm ist eigentlich gar kein Ausdruck. "Draußen orkant es" hätte ich titeln müssen.
Nachdem wir heute trotzdem drei Stunden über die Felder gelaufen sind, teils querfeldein, bergauf, bergab, sind wir nun ganz heiße Kandidaten auf den eisernen Gassigeh-Orden. Oder so.
Auf jeden Fall wurden alle Beteiligten gut nass und matschig und teilweise war es aufgrund der extremen Böen nicht möglich, sich zu unterhalten.

Anlässlich Abras baldigem Geburtstag und dem hartnäckigen Zureden Anderer bekommt das Tier einen neuen Kong. Der kam gestern mit der Post und sieht - noch sicher auf meinem Schreibtisch verwahrt - harten Zeiten entgegen.



Momentan sitze ich an einem Portrait von Abras Wrestlingpartner, dem halbstarken Schäferhund. Sein Besitzer hat ebenfalls bald Geburtstag, dazu gibt es dann die Zeichnung.
Der Hund besteht fast nur aus Plüsch! Das macht ganz schön Arbeit, ihn so flauschig zu zeichnen, wie er ist.


Zwischenschritt Anubis, Buntstift auf Papier, DIN A4

Wie sieht es bei euch aus, zelebriert ihr den Geburtstag eurer Hunde, oder haltet ihr das für alberne Vermenschlichung? Hier ist wohl beides der Fall.

Liebe Grüße, fliegt nicht weg und lasst euch bitte nicht von Bäumen oder herumfliegenden Sachen erschlagen,

Mara
(die es anfangs nicht einsehen wollte, dass ein Hund etwas zum Geburtstag bekommt - schließlich ist es ein Hund und der ist nunmal nicht in der Lage, Kalender zu lesen)

und Abra
(die tatsächlich nicht lesen kann, sich aber grundsätzlich über alles freut, womit man spielen kann und ihren Welpenkong inzwischen locker zusammenknautscht als wäre er aus Watte)

Dienstag, 6. Januar 2015

Moorgeister


"Meine Reisedecke geschreddert? Wie kommst du darauf...?"


Der Feiertagsmarathon ist passé und wir beschlossen spontan, die letzten freien Tage mit einem Kurztrip in den Norden zu verbringen. Etliche Wanderstunden im Moor mit dem typischen schwarzen Sand unter Füßen und Pfoten waren die Fahrt wert. Abra hat nach den Geistern gewittert, die die Landschaft dort bewohnen und wir sind gelaufen, gelaufen und gelaufen.






 






Wachhund.